Gedichte aus dem Krankenhaus

Jaaa, ich lag ja letztens im Krankenhaus und da entstanden einige Gedichte, die ich jetzt mal hochladen werde. Aber mit dem KH haben sie eigentlich nichts zu tun, also nicht traurig sein.

Gedicht 1 (sry, aber Titel ausdenken ist schwer. ^^ kommt vllt noch)

Sitz' den ganzen Tag in Stube,
Augen glotzen aus der Grube.
Sinn des Seins ist längst verblasst,
baumle langsam an nem Ast.


Gedicht 2 (unfertig)

Warum soll man letztlich leben?
Ist von Ihm ein Sinn gegeben? (gemeint ist Gott, wobei "Ihm" kein Rückschluss auf das Geschlecht zulässt)
Nutzt das eigne Sein nem Plan?
Einer Chance, die längst vertan?
Sollte man nicht lieber gehn
und die Welt von unten sehn?

Viel zu viele düstre Fragen -
doch niemand kann die Antwort sagen.


Gedicht 3

Reime, reime, kleiner Dichter,
früh genug erscheint dein Richter;
jeden Vers wird er beklagen
und du mussts sprachlos ertragen.

Aber denke stets daran:
du schreibst dies nicht für diesen Mann.
Irgendwer auf diesen Erden,
wird durch dich viel reicher werden.


Gedicht 4

Schmerzt dir mal das linke Bein,
schneide flux ins rechte rein.
Durch den Schmerz, der neu dann ist,
du den alten schnell vergisst.


Gedicht 5

Stühle haben meist vier Beine,
Menschen zweie, Brote keine.

Doch auch wenn alles richtig steht,
Lust am Lesen schnell vergeht.
Möchte man was gutes schreiben,
so darf man nicht beim Wahren bleiben:

Bäume haben schöne Schuhe,
Steine lärmen, Hund gibt Ruhe.

Da dies nun kein Mensch versteht,
und niemand sich ne Blöße gebt,
wird auch jeder nicht bestreiten,
was das sind für Schönigkeiten.


Gedicht 6

Will nicht mehr auf diesen Erden
wandeln und gesehen werden.
Nichts ergibt noch einen Sinn,
außer, dass ich dämlich bin.


Gedicht 7

Mir gehts schlecht, gleich muss ich brechen,
lange kann ich nicht mehr sprechen.
Renne schon mal Richtung Klo,
passt gut auf, man macht das so:

Deckel auf, was raus kommt rein,
dann gibts auch keine Schererein
mit Fachkräften der Reinigung.

Drum dreh dich nach Getanem um
und zieh nach einmal kräftig nach.
Und tu es nochmal - nach Bedarf.

Wirst du auf dies alles achten,
werden Frauen nach dir schmachten.


Gedicht 8

Warum kann dir niemand sagen,
was du wirklich wissen willst?
Warum stellst du immer Fragen,
wenn nie die wahre Antwort kommt?

Und was bringt dir eine Antwort,
wenn die Frage unklar ist?
Irgendwie, und das stimmt wahrlich,
ist echt alles großer Mist.


Gedicht 9

Will ich oder lieber nicht?
Richtig oder aber nicht?
Glaub den Freunden, hör aufs Herz?
Sieh es ernsthaft als nen Scherz?
Mache weite wie gehabt
hat doch alles nicht geklappt.
Nimm es, wie es angeboten;
verbrenn dir dabei beide Pfoten.

Lerne rasch aus diesen Dingen,
sonst werden diese dich verschlingen.


Gedicht 10

Muster in der Seitenwand,
vergilbt und angeschimmelt,
zeugen still vom alten Land,
das wir angehimmelt.

Zeigen Flüsse, Bäume, Wälder,
von der Gottheit hübsch geschliffen.
Doch die Menschen werden älter,
die diese einst durchstriffen.

Irgendwann, in naher Zeit,
schließen letzte Augen zu;
das Land wird zur Vergessenheit,
erhält die wohlverdiente Ruh.


Gedicht 11 (Fragment)

Mitten in der Wüste steht,
wo jedes Schaf vorüber geht,
gehämmert aus drei alten Latten,
ein grünes Dreieck, es wirft Schatten.

Welcher alten, finstren Macht
dieses Bauwerk dargebracht,
erzählen dir die alten Sagen,
von jenen, die im Feuer lagen:

Tausend Jahre ist es her...
Damals stand das mächtge Heer
vom Kriegerfürsten Alondros
vor den Mauern Ischtigos.

Er stellte den Bewohnern frei,
dass jede Frau ihm dienstlich sei
und ihm einen Sohn gebar;
oder sie bötens Opfer dar:

Jeder Manne der Bastion
ginge rasch zur Kastration,
damit nie wieder das Geschrei
von Kindern zu vernehmen sei.

Man wusste weder aus noch ein.
Die Weiber ließen ihn nicht rein.
Die Männer brauchten ihre Kraft.
So ging man zu der alten Macht.

...

So,reicht (hab das Wort 5-mal falsch geschrieben ^^) erst mal. Bis demnächst. ^^ 

3 Kommentare 7.8.08 13:52, kommentieren

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Gedichte aus der Zeit der Bundesmathematikolympiade ^^

Hand in Hand
von m.i.r.

Hand in Hand durch saftig’ Grün,
der Sonne schnell entgegen,
still verharrt an höchster Stell’;
ein Augenblick in Liebe.

Nichts kann uns, und sei es stark
und stärker, jemals trennen.
Wir beide sind vereint ganz fest.
Und Gutes ohne Ende.

Das Land zerbirst in stinkend’ Stunk
und Himmel schickt uns Tränen.
Das Wasser brodelt zischend hoch
und alles war vergebens.

Aus Glück und Freud wird Leid und End
in einigen Sekunden.
Drum hör auf mich du armer Wicht:
Genieß so lang es weilt.

________________________________

Kleines faules Etwas
von m.i.r. 


Morgenstund’ hat Gold in Mund,
doch ich bin dann immer faul.
Am Himmel steht das helle Rund,
und ich reiß auf das Maul.

Gähne tief aus mir heraus
Und lass mein Wasser fahren
Andr’e sind längst aus dem Haus
Und widmen sich Gefahren. 

Spritze Nasses ins Gesicht
Verharre kurze Blicke,
entgegen schaut zerlumpter Wicht,
meine Hand ich zwicke.

Doch nichts passiert, kein Traum zerreißt, 
ich bin wohl wirklich öde.
Ist egal, drauf wird geschmeißt,
ich blase lieber Saxophon.
 
____________________

Zwei Seiten nebenher
von m.i.r.

Schau, da ist sie! Helle Freude,
reiner Kinder Glockensang.
Sonnengleiches Strahlenmeer,
umgebend wachende Natur.
Gräser grün am Wegesrand,
Wolken, die am Himmel zieh’n.
Erquickend Nass’ in Flusses Bett,
Erblühend Leben wohin auch nur
Der Kopf sich dreht und blickt.
Alles ist des Glückes Schmied,
alles tut sich selbst den Dienst.
Schaut voll Freude in die Zukunft,
sieht die Einigkeit auf Zeit,
will dies alles ewig halten
doch kann nichts.
Und davon wenig.

Sieh, da geht er hin der Traum,
Schrei des Unglücks überall,
dunkel wütend Feuersbrunst
zerstört das letzte Leben leicht.
Gräber still am Rand der Leides,
Gifte, die um Gräuel kriechen.
Quälend Schlacke in jeder Kehle,
Vernichtend Tod in allen Ecken
Lässt der Letzten Schädel rollen.
Unglück allem samt entsprungen,
jeder legte mit dazu.
Hängt noch am Vergangnem,
baut sich Türme aus Verdruss.
Nichts kann ewig sich erhalten
Und dies ist gewiss.
Gewiss?

___________________________

Von dem sonderbarsten Glück auf Erden
von m.i.r.

Irrwege sind viele zu finde, ob ein Ziel existiert, ist ungewiss.
Charakterstärke wird gefordert, denn es ist nicht immer leicht.
Heldentaten gar verlangt man oft und alles erscheint unmöglich.

Lichter strahlen verführerisch und locken mit manch schönem Reiz.
Indem man versucht zu flüchten, wird man noch mehr herangezogen.
Ein jeder ist gefangen von den verlockenden Angeboten.
Bevor es bewusste geworden ist, steckt man drin bis zum Kopf.
Einmal in den Fängen, gelinkt nie wieder ein Ausbruch.

Lachend und froh gibt man sich hin und lauscht den süßen Klängen.
Ist es nicht sogar wunderschön, gebraucht zu werden und zu brauchen?
Sollte es nicht schon immer so gewesen sein?
Alles erscheint genau richtig und aller Zweifel verfliegt.

Obwohl man einst anders dachte, ist nun vollständige Gewissheit gereift.
Paradieses Früchte liegen nur dort und sind nirgends sonst zu entdecken.
Innig umschließen sich begierige Glieder voller Lust.
Trotz der Ängste wagt man es und wird nicht enttäuscht.
Zauberhaftes Glück durchwirkt nun jeden Teil des Geistes.

__________________________________

Regentropfen fallen sanft auf grüner Bäume Blätter
Vorbei nun ist der grausig’ Sturm, das schlimmste aller Wetter.
Die Wolkenbänke, grau und stumpf, verlieren sich in Schwaden,
Regenbogen, glänzend licht, woll’n im Nebel baden.

Sonne scheint verspielt hervor, erblickt gewässerte Natur,
Vögel zwitschern im Gebüsch manch lieblich Liebesschwur.
Blumen öffnen ruhig die Kelche, Bienen summen schnell heran,
Sonnenlicht gibt allen Licht. Kurz: der neue Tag fängt an.

Vergessen ist das nächtlich’ Grau, geschäftig wird der Tag begrüßt,
Früchte hängen prall und rund, schon manche lange Zeit versüßt.
Leben lebet heiter weiter, kein Sturm kann es jemals drüben,
Ungeachtet den neuen Wolkenschüben.

_______________________

Sitz schon lange hier alleine,
schau auf Arme und auf Beine;
hängen träge ohne Triebe;
was ihnen fehlt, das ist die Liebe.

__________________________

Einsamkeit, und die allein,
finde ich zu Recht gemein.
Denn was nützt das Herz, das Leben,
wenn man es nicht kann vergeben?

_____________________________

Glas’ge Augen, trübe Blicke
befallen Dünne wie auch Dicke.
Antriebslos- und Müdigkeit,
egal ob schmächtig oder breit.
Alles Öde gedeiht prächtig,
unauffällig oder mächtig,
wenn man einmal einsam ist,
dass du mir das nie vergisst!

____________________________

Steige ein und such ein Plätzchen,
setze mich und esse Plätzchen.

______________________

Taubes Bein, zu lang gesessen,
meine Freundin auf meinem Schoß.
Hab sie schon sehr lang besessen,
wirkte wie Sekunden bloß.


Werd sie nie genügend spüren,
nie genügend sehen.
Sollte sie sich nicht mehr rühren,
werde ich vergehen.

__________________________

Lichte Welt
von m.i.r.

Stell dir vor: ein Lichtermeer.
Licht und Licht und immer mehr.
Sonnig, licht, hell, herrlich warm,
Körperwärme, Licht, im Arm.
Zwei Körper, Licht, im Meer zusammen,
beide, Lichter, fühl’n verlangen.
Licht trifft Sonn’ sieht Einigkeit,
Wärme, Licht, schon längst bereit.
Fall’n ins Sonnenlicht hinein,
wollen selber Lichter sein.

________________________

Marienkäfer krabbeln munter
Blütenstengel rauf und runter.
Fehlt ihnen die Lust darauf,
fliegen sie auf meinen Bauch.
Bekäfern Haare, Brust und Bein,
woll’n wie ich nicht einsam sein.

_______________________

Ich sitz im Zug, das Leben rast,
es rast vorbei in Schlieren.
Und so auch meins, ich seh es kaum,
es wirkt kaum wirklich,
mehr wie Traum.
Das gute ist, dass alles weg:
Ich kann nichts mehr verlieren.

_________________________________

Freundin, meine, sonnengleich,
strahlend Freude bringend,
fällt zusammen, garstig tief,
hörte nicht, wie ich sie rief.
Glut erlosch im finst’ren Teich
Von Leid und Schmerzen singend.

Kann nichts tun, bin verdammt
Zu Macht- und Aussichtslosigkeit.
Werde gerne trösten sie,
doch erreich mein Ziel doch nie.
Hab ihr zu viel eingerammt
in ziemlich kurzer Zeit.

Einst so freudig, strahlend hell,
nun ein Wrack ganz ohne Licht.
Durch Missverständnis, meine Schuld,
verlor ich Güte und Geduld.
Ich wollte viel und wollte schnell,
doch mein Verlangen reichte nicht.

Ich schrie, ich weinte, beid’s zugleich,
doch alles, was ich je vollbracht,
war bringen über sie die Nacht.
Nun hoff ich auf das Totenreich.
Durch Meinigkeit die Sonn’ erlosch,
der einzig’ Ausweg: ein Geschoss!

Mit Feuer und mit Rauch und Knall
- vielleicht kommt dann für sie das Glück,
wenn ich nicht kann zu ihr zurück -
bringt es mich und Leid zu Fall.
Allein in Frieden kann sie tun
Was sie will wenn ich muss ruh’n.

______________________________

Wolken türmen sich auf Wolken.
Wolkenbänken Wolken folgen.
Wolken gibt’s wie Sand am Meer.
Der Himmel voll. Und ich nur leer.

____________________________

Flaches nichts, nirgends ein Stein,
stehe mittendrin. Allein.
Sehe Wind von rechts nach links,
über mir das Blau und rings
herum nur blendend weiß;
still schweigt toter Leerekreis.
Zeit verweilt schon ewig hier.
Ich, kein Baum, kein Mensch, kein Tier.
Lös mich auf vom Wind verweht,
alles nun zu Ende geht.

_____________________

Rechts ist unten, unten links.
Norden oben, oben recht.
Lies es durch, na los: nun sing’s!
Ja, ich weiß, dass war recht schlecht.

_________________________

Wache auf und denk daran,
was ich nicht und nichter kann.
Nichts zu tun für mich auf Erden,
möchte schnell begraben werden.

Bin doch hässlich, dumm und träge,
verdiene Missgunst, Tritte, Schläge.
Niemand wird mich jemals lieben,
haben mich längst abgeschrieben.

Einzig’ Glück, das mir gehört,
wurd’ durch meine Schuld zerstört.
Kann ja doch nichts richtig machen,
höre, wie schon alle lachen.

Sterben ist längst meine Pflicht,
and’re stören will ich nicht.
Wird mir selbst das Leben nehmen,
muss ich mich nicht länger schämen.

Eins noch, Welt, musst du verstehen:
Du bist nicht schön, drum kann ich gehen.

_________________________

Lebensende, Dunkelheit,
Schmerz und Leiden weit und breit.
Finst’re Nächte, düst’re Tage,
endlos misserable Lage.
Nichts zum Sehnen, nichts zum Hoffen,
Herzen tödlich schwer getroffen.
Leben hat nur noch das Ziel:
quäl dich täglich, leide viel.

Doch in dieser letzten Stunde
Erklingt von Weitem frohe Kunde:
die Sonne hat sich aufgemacht
und sammelt ihre Sternenkraft.
Erscheint am Himmel, leuchtend Gold;
das Schicksal selbst, es war uns hold.
Das Leiden schwächelt, schwindet ganz
Im Licht des Glückes, Sonnenglanz.

Trübes Auglicht blickt nun munter,
tristes Leben erscheint bunter.
Müde Glieder strecken sich,
umarmen glücklich, inniglich.
Alles Leiden ist vorbei,
Freudentaumel, Jubelschrei.
Dank der Sonne, diesem Segen.
Sie schenkt Hoffnung, sie schenkt Leben.

__________________________

Anfang.
Schneller. Schneller. Schneller.
Ende.

_________________________

Flieh durch Wälder, spür die Zweige;
Hinter mir klingt Teufels Geige,
kündigt baldig’ Ende an.
Schaue auf: er ist heran!

Stürz in Büsche, lieg im Dreck;
meine Seele zieht er weg.
Seelenlos im Wald allein;
letztes denken ist nur Dein.

_______________________________

Hundefresken, alt gemauert,
führen Arme in die Mauern,
und wenn dies zu lange dauert,
kommen jene, die dort lauern.

Manchmal Monster, oder Geister,
je nach dem wer vorne steht.
Selten auch der alte Meister
Über Blut und Leichen geht.

Um nun diesem zu entgehen
Wagen viele den Eintritt,
versuchen Gnade zu erflehen,
doch dies war ihr letzter Schritt.

Eisig’ Grauen weicht aus Wänden,
Feuer speit und Klage singt,
Eisenfessel an den Händen
alle fest zum Bleiben zwingt.

Essen wird schnell aufgetakelt
und vergiftet reichlich schnell.
Leichen werden angenagelt
Und von draußen klingt Gebell.

______________________

Still seit Jahren, nichts passiert.
Ich hock da und alles friert.
Bin ein Gletscher, klares Eis;
unten Durchsicht, oben weiß.
In mir steckt manch großer Schatz,
Geschmeide, Gold, ein toter Spatz.

_____________________________

Einst lag hier noch totes Laub,
doch was bleibt uns nach dem Raub?
Wüstenglut und Wüstenstaub.

___________________________

Glitzernd Wasser, klare Flut,
erreichbar nahe! Frisches Gut.
Doch sie war’n nicht auf der Hut:
an Wänden klebte Menschenblut.

Das kühle Nass war nur Betrug,
die Pranke aus dem Finst’ren schlug.
Fleischbrei flog schnell in den Krug,
den es in die Höhle trug.

Doch schon naht der nächste Bug;
Wüstenkinder haben Mut.

_______________

Dunkle Wolken, Regentropfen,
alte Frau beim Strümpfe stopfen.
Alter Mann tut fröhlich paffen;
heute will er eins noch schaffen.

Nimmt den Stiel und schwingt das Beil,
welches bat ein Händler feil,
lässt kurz zucken, rote Säfte,
Frau verlassen Körperkräfte.

Beschaut sein Werk und ist recht stolz,
vermehrt hat sich das Feuerholz.
Fröhlich er die Pfeife stopft,
endlich tot, der Regen tropft.

__________________________

Lernen ganzes Leben lang,
schauen nur auf Ruhm und Rang.
Ihnen zählt nur bares Wissen,
Ruh’n sich aus auf Lorbeerkissen.

Alle Formeln, Fakten, Daten
Sagen sie ganz ohne raten.
Alles, was die Menschheit weiß,
enthält auch dieser „kluge“ Kreis.

Schlafen dort im Elfenturm,
verpassen jeden kräft’gen Sturm.
Lachen nicht, verachten Witze,
sind erstarrt in kalter Hitze.

Wo bleibt da der Spaß am Leben,
sich Jux und Tollerei hingeben?
Arm dran sind die schlauen Leute:
Viel im Koppe, wenig Freude.

__________________________

Einsamkeit in meinem Herzen,
schon seit Tagen schlägt’s mit Schmerzen.
Ohne Lisa ist nichts los.
Müde, schlaff, ein Trauerkloß.

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Papagei im Krautsalat,
frisst, als wär’ es seiner.
War ja eh ein bisschen fad,
und jetzt ist er im Eimer.

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Dein Wissen, sei es noch so groß,
ist niemals ohne Gleich’ famos.
Egal wie gut du letztlich bist,
ich finden ein’ der besser ist.

Auf jeder neuen Leiterstufe
hörst du von hoch oben Rufe.

Und denkst du grad, du stehst ganz oben,
dann fällst du tief und von ganz droben
reicht dir jemand seine Hand,
denn wenig Wissen ist keine Schand’!

Solange du dich kannst begeistern,
wirst du jede Stufe meistern.

__________________________


Historie, Vergangenheit,
längst versunken, alte Zeit.
Staub der Ahnen, dunkle Bilder,
Frauen dicker, Männer wilder.
Tote Sprache, viele Kriege,
Poly- wie auch Knabenliebe.
Fürsten-, König-, Kaiserreich;
Staub und Asche, fahl und bleich.

Nun, das Jetzt, lasst euch dies munden,
dauert kleine drei Sekunden.
Bindet gestern an das Morgen,
beherbergt alle Lebenssorgen.
Verweilt nur kleine Kinderschritte,
doch hält tapfer seine Mitte.
Und eh du Jetzt erst richtig siehst,
merkst du wie die Zukunft sprießt.

Hirngespinst, Konstrukt des Denkens,
Folgen des versuchten Lenkens.
Niemand konnt’ je sicher sagen,
womit wir uns in Kürze plagen.
Viele suchten schon den Sinn,
doch fanden diesen niemals in
sehr weit von uns entfernter Zeit,
zukünft’ger Unendlichkeit.

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Tod, der schleicht sich leise an,
sucht ihren todgeweihten Mann.
Sie fürchtet kein Ungeheuer
und bewirft den Tod mit Feuer.
Dieser schreit und rennt hinaus;
Vom Tod befreit ist nun ihr Haus.

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Leicht sich beide Lider heben;
Augenlichter blicken Regen;
Stimmung fällt auf minus sieben,
gute Laune ist vertrieben.

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Müde, trübe, platte Haare,
fühle mich wie achtzig Jahre,
seh’ ich dann mein Lischen kommen,
ist der Kummer schnell verglommen.

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Muss noch schnell vier Zeilen finden
-- Zeile nicht entzifferbar --
das Papier, warum auch nicht?
Ist noch immer ein Gedicht.

________________________ 

Eine Zeile leer, was nun?
Stift zur Seit’, zufrieden ruh’n.

2 Kommentare 9.5.08 22:14, kommentieren

Mensch

Jaja, mir war mal wieder langweilig (u. a. weil gewisse, dunkel gefärbte Wesen mir nichts, dir nichts verschwanden) und hab mich daher, inspiriert durch die letzte Deutschstunde, daran gemacht, ein wenig zu dichten. Dabei stannt mehr oder weniger der Versuch im Hintergrund, das Wesen der Menschheit zu beschreiben. Nunja, urteilt selbst (und besnutzt vor Allem dafür die Kommentarfunktion...so wenig Kommentare. Da macht doch bloggen gar kein Spaß :c)

Ziel des Strebens in den Welten
jeder menschlichen Kultur:
Alles Dasein zu erfassen
vor dem letzten Schlag der Uhr!


Und der Mensch, der denkt behände
an all die Leute in der Fremde,
alte und auch junge Hände.
Ferne Freunde im Gelände.
Ferne Welten, ferne Strände -
Wenn er sie doch endlich fände.


Spaß am Leben
ist das Streben
nach allem Glück.
Mach den Schritt,
geh weit hinaus!
Finde deinen Seelenfrieden,
kehr niemehr hierher zurück.


Arbeit ist des Lebens Inhalt,
jahrein, jahraus der selbge Trott.
Stetig werkeln, stetig schaffen.
will schon lange von hier fort.

Langeweile stets vorhanden,
das Wachen eine reine Qual.
Linderung ist nicht zu finden,
doch ich habe keine Wahl.

Auf mir ruht die Last der Ahnen,
keiner gab bis heute auf.
Alle schufen tapfer weiter.
Durch sie bestimmt ist auch mein Lauf.

Entschlossen bin ich bis zum Ende.
In weit entfernter, heil´gen Zeit
Stoß ich zu den längst Vergangenen,
bin schon heut dafür bereit.

4 Kommentare 2.9.07 21:46, kommentieren